Chromaphyosemion volcanum

Aphyosemion (Chromaphyosemion) volcanum (Agnèse 2006 und 2013)

 

Aphyosemion (Chromaphyosemion) volcanum (sp.Nr.8 Sonnenberg 2007)

Aphyosemion (Chromaphyosemion) volcanum (Kumba Terra typica)

Aphyosemion (Chromaphyosemion) volcanum (cf splendopleure Sonnenberg 2007)

Aphyosemion (Chromaphyosemion) volcanum ( splendopleure Sonnenberg 2007)

Aphyosemion (Chromaphyosemion) volcanum  (poliaki Mile 29 Sonnenberg 2007)

Wissenschaftlicher Name: Chromaphyosemion volcanum (Radda, Wildekamp 1977) 
Gattung: Aphyosemion / Chromaphyosemion
Land: Kamerun

Verbreitung: Die Terra typika von volcanum ist Kumba ansonsten siehe Karte in der Arbeit 2006 von Agnèse. 

Erstbeschreibung: 
Die Aphyosemion bivittatum- Superspecies, DKG- Journal (9), Heft 9, 1977 S. 138 bis 141 A.C. Radda und R.H. Wildekamp

Bedeutung des Namens: 
Fische auf vulkanischen Böden

Terra typica: 
In einem kleinen Bächlein, welches durch den südwestlichen Stadtteil Kumbas fließt (Seehöhe 250 m). 4°37’N 9°27’O 

 

Synonyme: 
Aphyosemion splendopleure


Bis etwa 1991 wurden die Chromaphyosemion Populationen um Kumba und unterhalb der Osthänge des Mont Cameroun (alle auf vulkanischen Boden) als  volcanum bezeichnet. Einige Autoren bezeichneten auch die Populationen aus dem Meme – Einzugsgebiet  (Ekondo Titi und Mbongè) und sogar südlich des Kamerunbergs bei Moliwe als volcanum


Amiet besuchte von 1987 bis 1989 die Osthänge des Mont Cameroun und wies auf die Unterschiede der beschriebenen Art zum Fundort Kumba hin. Auch Legros machte diese Feststellungen bei Chromaphyosemion - Sammlungen1991 aus diesem Gebiet. Er bezeichnete diese Fische als Chromaphyosemion sp. Nr. 1. Amiet beschrieb 1991 daraufhin diese Fundortpopulationen  unterhalb der Osthänge des Mont Cameroun als Chromaphyosemion poliaki.

Dieses führte zur neuen Namensgebung und Verunsicherungen bei den Aquarianern. 

 


1991 erschien im DKG-Journal eine Übersetzung von Oliver Legros Artikel, in dem er seine Ansicht über die Gültigkeit von Chromaphyosemion volcanum darlegte.

Kurz danach sahen viele Autoren volcanum als ein Synonym von splendopleure.

In der Arbeit 2000 von Rainer Sonnenberg (Die Verbreitung von Chromaphyosemion Radda,1971, Teleostei: Cyprinodontiformes auf den Küstenebenen von West- und Zentral Afrika) werden Chrom. splendopleure und Chrom. volcanum als eine Art behandelt. Die Unterschiede zwischen den Arten werden als ein Indiz für einen begrenzten Genfluss zwischen diesen Populations Gruppen betrachtet, entweder durch geografische oder biologische Faktoren ausgelöst. Das Taxon Chromaphyosemion splendopleure ist möglicherweise eine Sammelbezeichnung aus verschiedenen Arten.
 

 

Chromaphyosemion volcanum Populationen, Einteilung nach Agnèse 2006

Nach DNA – Untersuchungen 2006 durch Agnèse wurde die splendopleure Gruppe neu geordnet. Eine große Rolle spielt nun wieder volcanum. Der Hauptkern der alten splendopleure –Art, Phänotypen Tiko und Meme,  wird der Art volcanum zugeteilt. 

 

Chromaphyosemion volcanum (Agnèse 2006)

 

Chromaphyosemion Populationen nördlich des Mont Kamerun bis Funge. Bekannte Stämme sind Ekondo-Titi, Mbonge, Lykoko, Owe und Muyuka. (nach Sonnenberg 2007 sind es Chromaphyosemion cf. splendopleure)

 

Chromaphyosemion Populationen nordwestlich des Mont Kamerun und aus der Umgebung von Kumba.

Bekannte Stämme sind Kake II, Kumba, Ebonji, Mambanda, Bombe, Yoke, Penda-Mboka sowie die auch als spec benannten Chromaphyosemion Population Kompina. (nach Sonnenberg 2007 sind es Chromaphyosemion splendopleure). 

 

Chromaphyosemion Populationen aus dem nördlichen Riggenbachi- Gebiet, Chutes d’Ekom  sowie weiter südlich bei Loum, Njombe (Boko River) Scierei, Ntabako und Solè. (nach Sonnenberg 2007 sind es Chromaphyosemion sp. Nr. 8)

 

Chromaphyosemion Populationen südlich des Verbreitungsgebietes Chrom. poliaki, Fundorte Moliwe und Bamukong (nach Sonnenberg 2007 sind es Chromaphyosemion splendopleure)

 

Chromaphyosemion Populationen südlich von Muyuka und Mile 29  (nach Sonnenberg 2007 sind es Chromaphyosemion poliaki). 

Chromaphyosemion  Einteilung nach Sonnenberg 2007

 

Im Jahre 2007 versuchte Rainer Sonnenberg die splendopleure – Gruppe neu zu ordnen, er beschrieb zwei neue Chromaphyosemion Arten (omego & koungueense) und bezeichnete eine Gruppe als sp.Nr. 8 (Chutes d Ekom). Die Chromaphyosemion – Art volcanum sieht er weiterhin als ein Synonym von splendopleure.

 

 Diese neue Namensgebung führte bei den Aquarianern zu einem Wirrwarr in der Namensgebung. Seit 2005 besucht Agnèse regelmäßig Kamerun, um die Fischfauna zu untersuchen und uns neue Fische mitzubringen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich der Name volcanum international durchgesetzt hat. Um das Durcheinander in Grenzen zu halten, haben wir uns der Namensgebung volcanum angeschlossen. Besonders schwierig wird es bei Chrom. volcanum Populationen die Chrom. splendopleure "Tiko" sehr ähnlich sehen. Darum ist es besonders wichtig, Chromaphyosemion grundsätzlich mit genauen Fundortangaben weiterzugegeben. Auf diesem Wege lassen sie sich späterhin genauer einordnen

 

In der Erstbeschreibung 2013 von Aphyosemion (Chromaphyosemion) pamaense konnte man anhand des DNA - Baumes erkennen, dass Aphyosemion (Chromaphyosemion) volcanum für Agnèse weiter eine gültige Art ist.

Zusammenfassung

In der Untergattung Chromaphyosemion wird es eine Gruppe volcanum und eine Gruppe splendopleure geben. In den Gruppen befinden sich Populationen mit verschiedenen Farbmustern, die dennoch ein enges Verwandtschaftsverhältnis haben. Auch durch die verschiedenen Stimmungsfarben bei den Chromaphyosemion wird eine Trennung in Arten schwierig. Würde man hier noch zusätzlich neue Arten bilden, müsste man in anderen Chromaphyosemion - Arten , z.B. beim loennbergii oder riggenbachi, auch eine Einteilung in neuen Arten durchführen. Auch hier gibt es unterschiedliche Farbmerkmale der einzelnen Populationen.  Ratsam wäre es einige Chromaphyosemion nach Farbmustern und Fundorten  zu sortieren und in Unterarten zu aufzuteilen. Bis dahin werden die Fundortangaben das Wichtigste für die Identifizierung der Fische sein. Auf diesem Wege lassen sie sich späterhin auch genauer einordnen.

 

Aphyosemion (Chromaphyosemion) volcanum (Agnèse 2005 und 2013)

Chromaphyosemion volcanum (Agnèse 2005 & 2013)

 

 

Chromaphyosemion volcanum Terra typika)

      6 volcanum Kaké II ABC 06/111  (Terra typica:)

Fänger: Agnèse Brummett et Caminade (2006)

Geographische Lage: Kaké II N 04 36 23 1 E 09 24 41 3 / 205m

     5 volcanum Kumba GPE 90/3  (Terra typica:)

Fänger: Gresens, Pütz Engel (1990)

Geographische Lage: Kumba 4°37’N 9.26’O


Chromaphyosemion volcanum (sp.Nr. 8 Sonnenberg 2007)

1. volcanum Chutes d'Ekom HLM 99/1

Fänger: Huijgenvoort, Lambert u. Malumbres (1999)
Geographische Lage: Chutes d'Ekom N 05, 03' 44,0" ; E 010, 01' 46,3"
 

1. volcanum JVC 05

Fänger: Jaap Vlaming & Companions (2005)
Geographische Lage: 

Bei den Wasserfallen d Ekom N 05, 03' 44,0" ; E 010, 01' 46,3"

2. volcanum Boko- River KV 03/22 /

Fänger: Harald Kullmann & Martin Voelker (2003)
Geographische Lage: N 04° 34´ 13.8´´ O 009° 38´ 33.3´´

2. volcanum Njombe ABL 08/ 260 

Fänger: Agnèse Brummett et Lambert (2008)
Geographische Lage: Njombe N 4.34.219 E. 9.38.554


  • Chromaphyosemion volcanum        (splendopleure Sonnenberg 2007)

    3. volcanum vol Ebonji KV 03/31

Fänger: Harald Kullmann und Martin Voelker (Kamerun 2003)

Geographische Lage: Ebonji N 04° 44´ 03.9´´ O 009° 33´ 44.5´´ 

    4. volcanum Mambanda CMM 50

Fänger: Rainer Sonnenberg, Andreas Tränker & Uwe Kämpf (Kamerun 2000)

Geographische Lage: Mambanda 4°40‘N 9°29’E

volcanum Mambanda CX 90/22

Fänger: Jaap Vlaming, Bas Vlijm, Geert-Jan van Huijgevoort (Kamerun 1990)

Geographische Lage: 1km nördlich Mambanda 4°40‘N 9°29’E 

 

 

    7. volcanum Ekondo Nene ABC 05/13

Fänger: Agnèse Brummett et Caminade (Kamerun 2005)

 

Geographische Lage: N 04 41 23 7 E 08 57 57 2

    8. volcanum Ekondo Titi 

Fänger: Scheel (Kamerun 1969)

Geographische Lage: Einzugsgebiet des Meme 4°36’N 9°01O

    8. volcanum Ekondo Titi CB3SR 07/21

Fänger: Pavel Berounský, Pascal Sewer, Ondřej Sedláček,

Václav Sedláček & Boris Rychnovský  (Kamerun  2007)
Geographische Lage: 

Ekondo Titi - Manga water (N 04° 35.673´, E 09° 01.990´, 29

    9. volcanum Mbonge CDC Camp

Fänger: Horst Gresens (Kamerun  1999)
Geographische Lage: Einzugsgebiet des Meme, von Kumba kommend kurz hinter Mbonge
 

    9. volcanum Mbonge 

Fänger: 
Geographische Lage: Einzugsgebiet des Meme 4°33’N 9°04’O

10. volcanum Likoko

Fänger: Horst Gresens (Kamerun 1999)

Geographische Lage: Von Muyuka kommend einige Meter vor dem Dorf Likoko 4°24’N 9°20’O 

    10. volcanum Likoko SE 99/21

Fänger: Sawaski, Eisenblätter (Kamerun 1999)

Geographische Lage: Likoko, Unterhalb des Mount Camerun auf dem Weg von Muyuka nach Koto, in einem Bach des Likoko, etwa drei km von der Strasse entfernt 4°24’N 9°20’O

    11. volcanum  Ngenge River ADK 11/462

Fänger: Agnèse, Dening, Kayoum (Kamerun 2011) 

Geographische Lage: N 04 23 287 E 09 21 047

    12. volcanum Bombe CXC 23

Fänger: Jaap Vlaming, Bas Vlijm, Geert-Jan van Huijgevoort (Kamerun 1990)

Geographische Lage: Bombe N 04, 26' 55,3" ; O 009, 28' 13,0"

    13. volcanum Owe

Fänger: Horst Gresens (Kamerun 1999 und 2013)

Geographische Lage: Owe, einige km hinter Muyuka 4°16’N 9°24O

    14. volcanum Muyuka Pol. St.C89/15

Fänger: Eberl, Legros, Vlijm (Kamerun 1989)

Geographische Lage: Muyuka, an der Polizeistation 

    15. volcanum Yoke C 03/37

Fänger: Harald Kullmann (Kamerun 2003)

Geographische Lage: Yoke N 04, 26' 55,3" ; O 009, 28' 13,0" 

    16. volcanum Monango ABK 07/151

Fänger: Agnèse Brummett et Kornobis (Kamerun 2007)

Geographische Lage: Monango N 04 16 994 E 09 20 235

    17. volcanum Muyuka C 03/41

Fänger: Haramd Kullmann (Kamerun 2003)

Geographische Lage: Muyuka N 04° 15´54.4´´ O 009° 23´27.7´´ 

    18. volcanum Penda- Mboko

Fänger: Horst Gresens (Kamerun 1999)

Geographische Lage: Owe, einige km hinter Muyuka 4°16’N 9°24O 

    19. volcanum Bamukong, Ombe - River System

Fänger: Horst Gresens (Kamerun 1999)

Geographische Lage: Einen Nebenbach des Ombe- River, ca. 6 km westlich von  Tiko 

    20. volcanum Moliwe C 03/1

Fänger: Haramd Kullmann (Kamerun 2003)

Geographische Lage: Moliwe N 04° 03´52.5´´ O 009° 15´36.7´´

    20. volcanum Moliwe GPE 90/5 

Fänger: Horst Gresens, Wilfried Pütz & Gerd Engel (Kamerun 1990)

Geographische Lage: Moliwe 4°01’N 9°15’O

    30. volcanum Kompina ABL 08/259

Fänger: Agnèse, Brummett et Lambert (Kamerun 2008)

Geographische Lage: N 4.21.662 E 9.31.695 

    31. volcanum Kompina C 03/14 (KV03/21)

Fänger: Kullmann, Voelker (Kamerun 2003)

Geographische Lage: N 04° 22´17.4´´ E 009° 34´29.5´´ 

32. volcanum Kampina ABL 08/258 

Fänger: Agnèse, Brummett et Lambert (Kamerun 2008) 

Geographische Lage: 4.21.881 E. 9.37.55 


  • Chromaphyosemion volcanum (poliaki Mile 29 / Sonnenberg 2007)

12. volcanum (poliaki Mile 29) Mile 29 C 03/42

Fänger: Harald Kullmann (Kamerun 2003)
Geographische Lage: N 04° 15´17.4´´ E 009° 22´12.8

12. volcanum (poliaki Mile 29) ABC 06/121

Fänger: Agnèse Brummett et Caminade (Kamerun 2006)
Geographische Lage: N 04 15 07 3 E 09 22 14 3

12 volcanum (poliaki Mile 29) CMM 51

Fänger: Sonnenberg, Tränker & Kämpf

(Kamerun 2000)

Geographische Lage:  N 4°15‘ E 9°22‘

12 volcanum (poliaki Mile 29) Muyuka Seidel

Fänger: Ingo Seidel, Volker Bohnet, Dr. Lutz Fischo,

Klimahaus Bremerhaven (Kamerun 2008)
Geographische Lage: N 04° 15´5.0´´ E 009° 22´14.9 

13. volcanum Mpundu KV 03/3

Fänger: Harald Kullmann und Martin Voelker (Kamerun 2003)
Geographische Lage: N 04° 14´ 48.1´´ O 009° 23´ 20.0´´

14 volcanum Muyuka C 03/41

Fänger: Haramd Kullmann (Kamerun 2003)
Geographische Lage: Muyuka N 04° 15´54.4´´ O 009° 23´27.7´´