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Killifische, Eierlegende Zahnkarpfen

Killifische, Eierlegende Zahnkarpfen sind farbenprächtig Aquarienfische. Leider findet man sie selten in Zoohandlungen. Man sagt ihnen nach, sie wären sehr kurzlebig und schwer nachzuziehen. Das trifft  nicht für die meisten westafrikanischen Killifische zu (Aphyosemion, Fundulopanchax, Epiplatys, Scriptaphyosemion und einige Leuchtaugenfische). Sie leben in kleinen Bächen und Gräben in Wäldern der Küstenebenen. Das Wasser ist leicht fließend, manchmal steht es in den vom Hauptgewässer abgetrennten Außenpfützen. Die Gewässer trocknen selten oder nur für eine kurze Zeit ganz aus. Diese Killifische sind gute Springer und können einige Zeit über den Boden bis ins nächste Gewässer hüpfen. Die Wasserwerte (Angaben verschiedenen Fangreisen) betragen Temperatur 20°C - 30°C, pH 4,7 - 8 und Wasserhärte 3 µs  - 260 µs. In den Aquarien erreichen sie bei einer Temperatur von etwa 24°C,  pH 6 - 7 und einem Leitwert 200 µs - 300 µs ein Lebensalter von etwa vier Jahren. Diese  Fische vertragen auch höhere Wasserwerte, nur mit der Eierablage klappt es dann nicht mehr. Die Zucht ist oft nicht schwierig, aber es gibt hier auch einige Ausnahmen. Darum sollte man sich vor dem Erwerb der Fische über Hälterung und Zucht beim Züchter erkundigen. 

Anders verhält es sich bei den meist ostafrikanischen und südamerikanischen Killifischen. Es handelt sich hier um Saisonfische, die nur in der Regenzeit leben. Sie legen ihre Eier in das Bodensubstrat,  die die Trockenzeit überstehen. Die Fische sterben beim Austrocknen der Gewässer oder werden zuvor von Vögeln gefressen. Unter den Eiern befinden sich einige Dauereier, die auch weitere Trockenzeiten überleben, sollte der Teich nach kurzer Zeit wieder austrocknen. In der Natur leben einige dieser Fische nur einige Monate, wachsen schnell bis zur Geschlechtsreifen und schaffen es bis zu Trockenzeit ihre Eier zu legen.

Will man als Aquarianer Freude an den Fischen haben, muss man sie zur Zucht ansetzen. Die Wasserwerte liegen meist im mittleren Bereich. Die Eiablage klappt gut auf Torf in einem Behälter. Die Torfschicht ist je nach Art unterschiedlich hoch, da einige zur Eiablage im Torf stark abtauchen. Nach einigen Wochen wird der Torfansatz ausgetauscht und je nach Art 3 bis 12 Monate trockengelegt. Das Aufgießen des Torfansatzes erfolgt in Plastikschalen. Um Bauchrutscher zu vermeiden, hat sich die Zugabe von Sauerstofftabletten gut bewährt. Findet man beim ersten Aufguss keine Larven im Torfansatz, wird nach vier Wochen erneut aufgegossen. Es kann durchaus vorkommen, dass erst der vierte Aufguss erfolgreich ist. Auch sollte man nach dem ersten Erfolg den Ansatz erneut aufgießen, da sich oft noch Dauereier im Torf befinden.

Diese Fische sollten nur an Züchter weitergegeben werden, die diese Fische auch jährlich durch Zucht am Leben halten. Ansonsten hat man wenig Freude an den Fischen.

 

Die Zucht ist nicht schwierig. Infos geben gerne Mitglieder der DKG oder Züchter, die sich mit diesen Killifischen länger beschäftigen.

Einige Killifische aus dem Mittelmeerraum und Nordamerika sind echte Überlebenskünstler, die extreme Wasserwerte vertragen. Unter den Killifischfreunden werden diese Outdoor - Fische im Garten und auf dem Balkon in Mauerkübeln nachgezogen. Einige dieser Killifische bewohnen  Extremlebensräume mit hohen Salz- und Schwefelkonzentrationen und sind tägliche Temperaturschwankungen von 20°C ausgesetzt. Um die passenden Wasserwerte zu erreichen, wird das Wasser mit KaiserNatron, Dolomitkalk, Gibs, Meer- oder Bittersalz  angereichert. Die Zucht ist nicht schwierig. Beim Erwerb dieser Fische muss man die   Wasserwerte erfragen.